Kinder müssen spielen und in den ersten Lebensjahren gibt es nichts wichtigeres für kleine Erdenbürger, als spielerisch ihre Welt zu entdecken. Das beginnt bereits im Babyalter. Mit dem richtigen Babyspielzeug können und sollen bereits Babies ihre Fähigkeiten erproben und ausbauen und die Phantasie anregen. Auf einfachste Art und Weise wird die Wahrnehmung durch bunte Farben, Formen und Geräusche gefördert. Die Motorik wird durch das Tasten und Greifen von Gegenständen angeregt.
Es ist einfach sensationell und beindruckend, zu beobachten, wie glücklich Babies sein können, wenn sie es gerade geschafft haben zum ersten Mal eine Rassel in die Hand zu nehmen und damit zu spielen. Sehr beliebt sind auch Kombinationen, wie z.B. Bausteine, die rasseln oder sonstige Töne beim Bewegen erzeugen. Sobald Kinder sich fortbewegen können, eröffnet sich natürlich die wunderbare Welt der Fahrzeuge. Was ist das für ein toller Entwicklungsschritt, wenn ein Kleinkind das erste Mal allein mit einem Bobbycar fahren kann?
Später kommen dann Dreiräder, Laufräder und ganz am Schluss das Fahrrad dazu. Aber jedes Mal steckt eine machmal schwierige und nicht ganz einfache Übungsphase hinter dem Kind, die mit einem absoluten Erfolgserlebnis endet. Es ist für Eltern immer ein unvergessliches Erlebnis, wenn das eigene Kind wieder einen Schritt weiter gekommen ist und etwas erreicht hat. Aber beim Spielen geht es natürlich nicht nur um Erfolgserlebnisse, sondern darum einfach aus dem Alltag abzutauchen. Oft benötigen Kinder gar nicht das teuerste oder aufwendigste Spielzeug dazu, es ist nur notwendig, den richtigen Anreiz zu schaffen. Spätestens im Kindergartenalter beginnen Kinder damit, mit Rollenspielen in ihre Phantasiewelten abzutauchen. Auch wenn Erwachsene sich oft über die gespielten Geschichten wundern und teilweise schmunzeln, dies ist ein äußerst wichtiger Entwicklungsschritt.
Kinder verarbeiten in Rollenspielen ihre Erlebnisse. Gerade bei Mädchen können Eltern beobachten, wie beim Puppen- oder später Barbiespielen Fiktion und Realität komplett vermischt werden. Spielt man dabei Mäuschen, kommt man aus dem Staunen oft nicht mehr heraus, wenn im Puppenhaus oder Barbieschloss daily-soap-taugliche Szenen ablaufen. Genauso ist aber bei Jungs auffallend, dass diese auch ab einem gewissen Alter beim Spielen unglaubliche Kreativität und Ausdauer entwickeln. Natürlich spielen Jungs eher selten mit Puppen, aber mit Lego, Playmobil oder schlichten Bausteinen können sich auch teilweise stundenlang beschäftigen und genauso ausleben. Faszinierend ist auch die Beobachtung, wie ausdauernd Kinder mit dem richtigen Spielzeug sein können, auch wenn sie noch sehr klein sind. Es ist für Eltern nur wichtig, auf die Kinder einzugehen, um herauszufinden, was ihen liegt.
Denn jedes Kind ist individuell und hat andere Vorlieben. Ob ein Kind nun lieber baut, mit Hingabe puzzelt, oder stundenlang malt, bastelt, knetet oder klebt, es sollte die Möglichkeit bestehen, das zu tun, was ihm liegt. Auch wenn es oftmals schwierig für Eltern ist, empfiehlt es sich, wenigstens zu versuchen, keine verallgemeinernden Schlüsse zu ziehen und nicht immer zu vergleichen. Kinder durchlaufen unterschiedliche Entwicklungsstufen, und wenn das Nachbarskind schon mit 1,5 Jahren komplizierte Lego-Bauwerke konstruiert, heisst das nicht, dass das eigene Kind das auch schon unbedingt können muss. Grundsätzlich sollte jedes Kind die Chance bekommen, durch alters- und typgerechtes Spielzeug gefördert zu werden, der Rest kommt von ganz allein.
